Haltung & Pflege & Fütterung

Haltung:

Golden Retriever sind bei all ihren Vorzügen nicht anspruchslos: da diese Rasse ursprünglich zur Jagd gezüchtet worden ist, verfügen Goldies über alle Merkmale von Arbeitshunden, die im wasserreichen Gelände eingesetzt worden sind: Intelligenz, Kraft, Ausdauer, Lauffreude, Aufmerksamkeit, einen guten Spür- und Merksinn, einen ausgeprägten Jagdinstinkt bei einigen Individuen und wahrhaftig keine Wasserscheu. Heute werden Goldies viel mehr als Familien- und Begleithunde gehalten. Zu beachten gilt trotzdem: Golden Retriever müssen genügend ausgelastet werden! Unterforderte, gelangweilte Hunde dieser Rasse können, wie andere Hunde auch, zu unerwünschtem Verhalten, wie Zerstörungswut und Wildern neigen. Golden Retriever brauchen viel Auslauf – gerne mit einer Möglichkeit zum Schwimmen, denn diese Hunde lieben Wasser über alles. Goldies – wie alle Apportierhunde – lassen sich unheimlich schnell zu Ballspielen aller Art bewegen und ebenfalls das Spielen an sich ist bei ihnen unverzichtbar. Eine gute Möglichkeit, um Goldies zu beschäftigen, bieten Agilitysport, Flyball oder Dummytraining. Aber auch das Fahrradfahren oder Inlineskaten mit Frauchen/Herrchen werden sie mit Freude bewältigen. Da Golden Retriever relativ große Hunde sind, brauchen sie auch dementsprechend viel Platz bzw. Spielraum in ihrem Zuhause, sowie Möglichkeiten zum Rückzug.

Pflege:

Golden Retriever haben ein langes Fell mit einer dichten Unterwolle, das man gut pflegen muss, ansonsten verfilzen die Haare. Goldies sollten regelmäßig und gründlich gebürstet werden. In der Zeit des Haarwechsels ist mit einem etwas höheren Zeitaufwand zu rechnen – am besten täglich oder jeden zweiten Tag, damit das tote Haar entfernt wird. Eine spezieller Metallstriegel bietet sich hierbei an. Diese Art von Bürste entfernt wirklich alle bereits ausgefallenen Haare aus dem Fell. Nach einem Spaziergang – vor allem wenn es draußen naß ist oder der Hund gebadet hat – ist ein Abrubbeln mit einem Handtuch empfehlenswert, da die dichte Unterwolle sonst nur sehr langsam trocknet.

Goldies haben oft empfindliche Augen und Ohren – gute Pflegemittel wie ein milder Ohrenreiniger und eine Benetzlösung für die Augen haben sich bewährt. Ab und zu (aber nicht zu oft!) ist es sinnvoll, den Hund zu baden – vor allem dann, wenn er sich mit Genuß in Unrat gewälzt hatte. Handelsübliche Hundeshampoos sind dabei jedoch nicht notwendig und auch eher schädlich als nützlich, da sie dem empfindlichen Fell das natürliche Fett entziehen, welches als Schutz von Nässe, Kälte und Schmutz gilt. Empfehlenswert sind eher PH-Hautneutrale und geruchlose Shampoos, z.B. von Bübchen (Baby-/ Kindershampoo). 

Außerdem muss man den Hund täglich nach Zecken untersuchen, selbst wenn man ein gutes Präparat gegen Ungeziefer benutzt (wie Exspot oder Frontline), gibt es keine Garantie, dass der Hund keine ungebetenen Gäste nach Hause mitbringt. Trotzdem ist es ratsam, entsprechende Mittel in der zu benutzen, da die meisten von ihnen auch sinngemäß ihren Zweck erfüllen oder zumindest die „Zeckenquote“ verringern. Eine fachkundige Beratung bezüglich der Auswahl und Häufigkeit übernimmt gerne der Tierarzt.

Wichtig ist ebenso eine regelmäßige Zahnpflege/-kontrolle. Im Handel finden Sie zudem diverse Produkte, die die Gesundheit von Zähnen und Zahnfleisch unterstützen, beispielsweise die Pedigree Dentastix für die Hygiene des Gebisses.

 

Fütterung:

Es ist kein Geheimnis, dass der Golden Retriever eine ausgesprochen verfressene Rasse ist.  Allein schon deshalb muss man unbedingt auf das Gewicht der Tiere achten – Übergewicht wirkt sich sehr schädlich auf die Knochen und Gelenke aus, was zu vielen Erkrankungen führt und schließlich leider für das frühzeitige Ableben der Hunde verantwortlich ist.Heute bin ich der Meinung, dass man am Besten den Hund Barfen sollte- das heißt überwiegend rohes, gewolftes Fleisch (manchmal Knochen) mit einem Obst & Gemüße Anteil und Öle füttern sollte. Diese Art der Fütterung ist naturnah und gesund. Weitere Vorteile ergeben sich daraus, dass man so das Übergewicht verhinder kann, genau weiß, was der Hund frisst und so weniger Unverträglichkeiten und Allergien entstehen. Leider ist diese Art der Fütterung teuer. Wenn Sie unbedingt ein Trockenfutter fütter wollen- achten Sie dabei unbedingt darauf, ein qualitativ hochwertiges, ausgewogenes, getreidefreies Futter zu verwenden. Vor allem im ersten Lebensjahr sollte beim Hund auf einen möglichst geringen Proteinanteil geachtet werden, denn der Schwachpunkt der Rasse sind leider Knochen und Gelenke, die durch zu schnelles Wachstum unnötig stark belastet werden. Es nützt Ihnen nichts, ein gesundes, ED und HD freies Tier vom Züchter zu erwerben, wenn Sie es selbst „krank“ füttern. Es gibt auf dem Markt viele gute Produkte – als Faustregel gilt: ausgewogen & abwechslungsreich. Man kann sich gut für eine Marke entscheiden und ab und zu zwischen den einzelnen Geschmacksrichtungen wechseln, doch stets so, dass es einen fließenden Übergang zwischen dem Futter gibt – einfach mischen und die neue Sorte langsam in der Menge steigern. So schont man den Magen der Tiere und beugt Unverträglichkeiten, Durchfällen und Co. vor. Bitte beachten Sie: nicht jedes Tier reagiert gleich auf die Futterumstellung. Beobachten Sie deshalb das Tier in dieser Phase genau, so können Sie sofort reagieren, falls etwas nicht stimmen sollte. Wichtig ist es, ab und zu den Hunden etwas Besonderes zu gönnen: selbstgekochten Reis mit Hähnchen (ohne Knochen! und nicht zu viel den Reis entzieht dem Körper Wasser), Innereien, etc. – welcher Liebling freut sich da nicht über solch ein Mahl. Auch körniger Frischkäse oder Hüttenkäse werden gerne angenommen. Einige Hunde verzehren mit Vorliebe Obst & Gemüse, wie Karotten, Äpfel oder Beeren. Finden Sie selbst heraus, was Ihrem Liebling nicht nur schmeckt sondern ihn auch fit und gesund hält.Bitte denken Sie dabei, dass Obst und Gemüse die im Stück, roh gefüttert werden nur als Magenfüller dienen und nicht verwertet werden. Um Obst und Gemüße verwertbar zu machen sollte man es pürieren.

 In der Regel wird ein erwachsener Hund zweimal täglich – morgens und abends – gefüttert. Das ist schonender für den Magen als die obligatorische eine Portion. Wasser dagegen muss immer frisch und gut zugänglich angeboten werden.