Viele, die uns und unsere Seite kennen, haben es schon mit Sorge vernommen: Unser Dante konnte nicht wie geplant am 8 August in seine Familie wechseln, weil er leider genau an diesem Tag erneut Lungenentzündung bekam. Für alle, die Dante lieben war das ein Schock! Nun geht es dem kleinen Rüden wieder besser um nicht zu sagen gut- und er ist fast der Alte, aber der Schreck sitzt uns noch sehr tief in den Knochen!
Dante und sein Wohlergehen liegen mir besonders am Herzen- im jeden Wurf hat man einen Welpen, der schwächer oder kleiner ist, als die Anderen. Aber so, wie es diesmal war, habe ich das noch nicht erlebt. Dante kämpfte bereits nach 5 Tagen um sein junges Leben und nicht einmal der Tierarzt glaubte damals, dass er es schaffen wird. Meine Zuchtwärtin sagte mir auch, dass ich mir keine großen Hoffnungen machen darf- sie selbst- eine viel erfahrene Züchterin als ich es bin, hatte so einen Fall zwei Mal- beide Male hat sie den Kampf gegen den Tod verloren.
Doch wir hatten riesiges Glück und Dante erholte sich von seiner ersten Lungenentzündung – es ging ihm auch immer besser, sodass an dem Tag der Wurfabnahme vom Tierarzt, bestand er die Untersuchung und wurde gesund geschrieben ( wir haben hier berichtet). Er hatte nur einen schwachen Geräusch auf dem linken Bronchialflügel- mehr nicht. Leider spielte das Wetter nicht mit und Dante muss sich bei dem ständigen auf und ab mit Regen und Wind erkältet haben- die alte, noch nicht zu Ende ausgeheilte Infektion brach erneut aus.
Er war morgens noch ganz normal- mir ist nur aufgefallen, dass er ziemlich viel schlief- aber ich habe mir dabei nichts gedacht- erst, als er seine tägliche Honigration nicht fressen wollte (normal hätte er nie so reagiert) und dann noch einen vollen Napf verschmälerte, griff ich zum Thermometer, weil er mir heiß vorkam- und er hate über 40 Grad Fieber! Ich habe nicht weiter überlegt nur den Tierarzt angerufen, die beiden anderen Welpen und meine großen Hunde eingeschlossen, Dante ins Fußraum beim Beifahrersitz ins Auto verfrachtet und bin nach Hamburg gefahren. Der Ärmste musste sich unterwegs ziemlich oft übergeben.
In der Klinik angekommen, sagte mir der ernste Blick des jungen Dr. Kotzians, wie schlimm es um Dante stand. Und erstmal war er auch ratlos, weil er nicht sagen konnte, was dem Kleinen fehlte: Röntgen war unauffällig, Bauch weich und zu allem Übel die Blutuntersuchungsmaschine wurde gerade gewechselt. Auf die Ergebnisse der Blutuntersuchung die Klarheit bringen sollte musste ich etwa 2 Stunden warten. Glücklicherweise kam mein Sohn früher aus der Schule und konnte zu Hause für die Kleinen und Großen sorgen, damit ich mit Dante, der sofort ans Tropf musste, in der Klinik bleiben konnte. Die Branülle zu legen- dass war bei Dante nicht so einfach- die erste hat er geschafft sich herauszuziehen. Der Tierarzt war besorgt und sagte zu mir, ich müsse ihn wirklich gut halten, sonst fehlt uns ein Bein. Aber diesmal war alles glatt gegangen und Dante dürfte auf die Krankenstation mit seiner Infusion.
Für mich begann das Bangen um Dante und das Hoffen. Und noch eins musste ich tun- etwas, was mir besonders schwer gefallen ist- Dante zukünftige Besitzer über die Lage zu informieren. Wie sagt man einer Familie die sich das erste Mal auf einen Hund freut, dass er nicht nach Hause kommen wird? Das war schlimm. Besonders für die beiden Töchter der Familie: Carlotta und Chiara. Es gab viele Tränen. Ich habe auch geweint.
In der Klinik hatten wir schließlich das große Blutbild und Dr. Kotzian Senior, der uns immer betreut, war auch schon da. Und die traurige Gewissheit hatten wir auch: die blöde Infektion war wieder da. Eine erneute ( dritte) Antibiose musste her und Dante musste unbedingt am Tropf bleiben.
Zu Hause sah unserer Dante wie ein Häufchen Elend aus:
Dann kam Katja mit ihren beiden Töchter um den Kleinen Patienten zu besuchen. Wir waren alle sehr besorgt und traurig. Und sehr verwirrt. Lange sprachen wir mit Katja darüber, wie es weiter gehen soll- denn einen kranken Hund, der womöglich auch einen Handicap behält, sich anzuschaffen- das will und kann nicht jeder leisten. Dantes Zukunft war wieder offen.
Am Abend kam noch sehr besorgte Bianca zu ihrem Liebling.
Und ich machte mir Sorgen. Würde die Antibiose anschlagen? Die Angst um Dante war wieder da.
Am nächsten Tag ist eine sehr große und sehr mutige Entscheidung gefallen: Familie Freese hat sich trotz allem entschlossen zu Dante zu stehen- mit allen Konsequenzen! Ich selbst war eins überglücklich und sehr gerührt. Ich selbst habe die Freeses gebeten vom Kaufvertrag zurück zu treten, weil ich ihnen diese Last nicht aufbürden wollte. Doch mein Instinkt täuschte mich nicht: Ich wusste sofort, als ich der Familie Freese meine Tür geöffnet habe: Das sind die richtigen Menschen für meinen Dante! Ich bin so stolz auf sie alle und so dankbar dem Schicksal, dass ich Sie kennen lernen dürfte. Nun wird Dante- sobald er gesund ist, in seine Familie mit einem Schutzvertrag gehen- er wird nicht verkauft sondern in Obhut gegeben. Ich hoffe, dass Dante nächsten Sonntag endlich in seine Familie wechseln kann.
Hier noch einige Fotos von unserem Sorgenkind:













